Fischfell? Ja, wirklich.

Echte Firmen haben ernste Namen: Schulze, Müller, Huber und Partner. Oder Deutsche Bahn. Bei humorvollen Namen winkt der trübe Deutsche gern ab, könnte ja unseriös wirken. Aber es gibt auch Google, Zum goldenen Hirschen und den Frosch im Putzmittelregal. Die sind nicht so schlecht gefahren damit.

Und ehrlich: Ein Name, den Sie sich nach dem ersten Hören merken, hat seine Aufgabe schon erfüllt.

Das Problem: Es ist verdammt schwierig, für sich selbst einen guten Namen zu finden. Einen, der des Pudels Kern trifft. Einen, der eine Strategieberatung für Marketing und Kommunikation transportiert. Einen, der auch schutzfähig ist, denn ein Name, den man nicht verteidigen kann, ist keiner.

Und im Ernst: Fast zwei Jahre fiel mir nichts ein. Doof. Das war 2011.

Dann übernahm Kollege Zufall. Einer Freundin (Daniela!) rutschte in einem Seminar das Wort Fischfell heraus. Noch nie gehört. Also notiert.

Ein Jahr später fand ich die Notiz in irgendeinem Stapel wieder, und plötzlich war es offensichtlich: Ein Fisch mit Fell ist der Einzige im Schwarm, den man wiedererkennt. Genau das, was ich für meine Mandanten suche, dieses eine Merkmal, das eine Marke unverwechselbar macht. Das war 2013.

Also ran an die Konzeptions- und Design-Buletten. Ein Fisch mit Fell, eine quasi unlösbare Aufgabe. Heraus kam eine ganze Familie: Mama-Fellfisch, Papa-Fellfisch, Dick-Fellfisch und die anderen.

Das Knuffige daran ist übrigens kein Zufall, sondern selbst ein Unterscheidungsmerkmal. Wer mich kennenlernt, sucht meist keinen beschlipsten Agenturberater, sondern einen Partner auf Augenhöhe, der auch mal sagt, was nicht funktioniert.

Die Sahnehaube kam erst später: In einigen Staaten der USA ist die pelztragende Forelle, die Fur-bearing Trout, ein Fabelwesen, ähnlich dem bayerischen Wolpertinger. Angler machen sich einen Riesenspaß daraus, damit Leute zu veräppeln.

Einen Namen hat mein Fellfisch übrigens bis heute nicht. Wenn Sie sich als Pate berufen fühlen, sagen Sie es mir.

So viel zum Namen. Jetzt stromaufwärts, dorthin, wo alles begann.

Seit dem ersten Auftrag Anno 95 hat sich die Welt radikaler gewandelt als in den Jahrzehnten zuvor. Ich war und bin Teil der bisher rasantesten Phase der Digitalisierung, ganz am Anfang als pickliger HTML-Pionier, heute als jemand, der nach wirkungsvollen Rezepten für Gegenwart und Zukunft sucht.

Hier gibt es keine glattgebügelte Agentur-Story, denn diese Geschichte schrieb das Leben: Früh angefangen, schnell gewachsen, Erfolg gehabt, die Flossen verbrannt, weitergemacht. Lesen Sie selbst.

1995 bis 1998 — Erste Schritte im Netz

Die Geschichte beginnt 1995 in Südost-Niedersachsen. Ich gründe eine echte Internetbutze namens NAcom Internet Services. Der erste zahlende Kunde: ein örtliches Bordell. Der Erfolg: für ein Büro auf dem Schreibtisch eines Beinahe-Abiturienten grandios.

Fortan stehen Websites für Firmen in der Lüneburger Heide auf dem Programm. 1998 dann der Aufstieg nach München.

1998 bis 2003 — Große Stadt, große Aufgaben

Auf meine erste Stelle als Assistent der Geschäftsführung eines Verlages (Danke, Fritz!) folgen technische Projektleitungen in immer größeren Web-Projekten, nun auch für internationale Mandanten.

Ende 2000 kommt es zum Joint Venture mit einer GWA-Top-20-Agentur, Fastaction wird geboren: ein besonders schneller Full-Service-Dienstleister für die damals noch neuen Medien. Eine schlaflose Erfahrung mit Großprojekten und neuen Mitarbeitern. Und trotz gutem wirtschaftlichem Erfolg die Erkenntnis, dass die Zeit der jetzt schon klassischen Internetagentur bereits vorbei ist.

2004 bis 2012 — Der Wandel zur Strategie

Nach dem Management-Buy-out wandeln sich die Projekte, einem sehr geschätzten Mandanten sei Dank, von der Umsetzung immer mehr in Richtung Strategie. Eine Initialzündung, verbunden mit der Erkenntnis, dass mir das Spaß macht und ich es offenbar gut kann.

Das Web-Know-how zahlt sich weiter aus, auch wenn faktisch alle technischen Arbeiten an Partner gehen. Also mehr Engagement in der strategischen Planung, wachsender Kundenstamm, immer umfangreichere Beratungsmandate.

2013 bis heute — Eine Idee wird erwachsen

Die nächste Wandlung: Aus Fastaction wird Fischfell. Die Metamorphose einer Internetagentur der ersten Stunde zur Strategieberatung für Marketing und Kommunikation. Meine Aufgabe: das wirklich Besondere eines Unternehmens finden und entwickeln. Anders als eine Werbeagentur nicht mit schmalem Blick auf die Kreation, sondern mit Fokus auf die strategischen Grundlagen und deren Weiterentwicklung im Unternehmen.

2014 dann die offizielle Ernennung zum öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen für Marketing und Wirtschaftskommunikation einschließlich Leistungshonorierung. Damit ist Fischfell-Wissen auch vor allen deutschen Gerichten gefragt und zugelassen. Für Sie als Auftraggeber zählt aber etwas anderes: Ich habe einen Eid auf Neutralität geleistet. Meine Empfehlungen folgen der Sache, nicht dem Verkaufsinteresse.

Heute kommt eine Zutat dazu, die alles noch einmal beschleunigt: künstliche Intelligenz. Sie macht Bilder, verteilt Budgets und stellt gerade die Frage neu, wie Marken überhaupt noch gefunden werden. Umso wichtiger wird die Struktur darunter.

Dreißig Jahre, drei Firmennamen, ein roter Faden: herausfinden, was ein Unternehmen unverwechselbar macht.

Wenn Sie wissen wollen, wo Ihre Marke gerade steht, rücken Sie mir aufs Fell. Oder schauen Sie sich an, was ich für Sie tun kann.